Mittwoch, 20 Januar 2021 16:20

Unser Werkzeugkasten für Change Arbeit

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Wir haben hier eine Auswahl unserer “change-tools” zusammengetragen, mit denen wir in bisherigen Change – Projekten gute Erfahrungen gemacht haben und gerne arbeiten.

Aufgrund unserer Erfahrungen ist im Laufe der Zeit eine Liste von “Erfolgsfaktoren” entstanden - stellenwir hier demnächst gerne zur Diskussion.

Insbesondere interessiert uns aber, wie sich die Change Arbeit unter dem Aspekt der Digitalisierung weiterentwickelt – auch dazu werden wir hier in Kürze einige Überlegungen zu “Change 4.0” zur Diskussion stellen.

 

Hier aber zunächst unsere uns “liebsten change-tools"! 

Auch wenn wir schon immer iterativ und prozessorientiert gearbeitet haben, haben wir die Werkzeuge zwecks Orientierung generischen Beratungsphasen zugeordnet.

 

In der Orientierungs- und Klärungsphase:

  • CANVAS Business-Modell: sowohl als erste Orientierung als auch als “review” geeignet. Hierzu gibt es auch bereits gut nutzbare templates.

  • SWOT-Analyse: sowohl für Teams und Abteilungen als auch für die Organisation als Ganzes

  • Alle Spielarten von BCG-Portfolio-Arbeit.

  • ...und dann gibt es ja noch den EFQM-Ansatz, den ich schon lange nicht mehr eingesetzt habe: er war mir seinerzeit dann schlussendlich doch etwas zu “formal”. Aber vielleicht sollte ich den Ansatz mal wieder aus der Schublade herausholen und nochmals würdigen...

  • In diese erste Phase gehört natürlich auch die Erläuterung unserer Beratungsphilosophie, die sich insbesondere aus systemischen Ansätzen und der RTSC – Arbeit speist.

 

In einer vertiefenden Analyse- und Startphase:

Natürlich überlappt sich die Klärungsphase mit der Startphase – weil ja bekanntlich gerade die Klärungsphase eine mächtige Intervention sein kann...hier einige Werkzeuge, die wir eher in dieser Startphase einsetzen.

  • Stakeholder Analyse.

  • Kraftfeldanalyse.

  • Pilot-teams oder auch ambassador-teams.

  • Hier können aber auch schon Instrumente aus der RTSC - Grossgruppentradition eingesetzt werden. Insbesondere haben wir gerne mit open-space Varianten, world cafe und AI (appreciative inquiry - wertschätzende Befragung) gearbeitet.

  • In dieser Phase war uns immer wichtig, eine begleitende und fortlaufende intensive Reflektionsarbeit mit den Stakeholdern zu etablieren um deren Verantwortlichkeit für den Prozess zu betonen. Das kann im Rahmen der pilot-teams /ambassador-teams eingebettet sein – oder man etabliert ein extra reflecting-team; auch, um ständig “die Temperatur in der Organisation zu messen”.

  • Spätestens hier haben wir auch das Eisbergmodell und das Kübler-Ross Modell eingebracht, um daran orientiert die Bedeutung der Kommunikationsarchitektur und der Kommunikationsarbeit im Change zu verdeutlichen und auszurichten. Leitgedanke war dabei: wer muss mit wem über was wann mit wem in welchem Rahmen reden…

 

Die Mühen der Ebene:

Grundsätzlich orientieren wir uns hier an einem converce-diverce-converce Ansatz aus der Grossgruppentradition. Entsprechend können hier die schon oben aufgeführten Elemente wie open space, world cafe und AI natürlich wieder ihren Platz haben.

Insbesondere arbeiten wir in dieser Phase aber auch mit ganz klassischen Ansätzen - insbesondere auf der Ebene der Abteilungen und Teams:

  • Deming Zyklus und Problemlösezyklus aus der Moderations-Werkzeug-Kasten.

  • Philosophie und Methoden aus den KVP-, Kaizen- und Lean-Ansätzen.

  • Alle Möglichkeiten zur Visualisierung der Team- und Projektarbeit zwecks besserer (Selbst-) Steuerung.  Hier haben wir auch schon in Anlehnung an das Kanban-Board gearbeitet.

  • ...und insbesondere auch mit einem balanced score card Ansatz, um die Change-Aktivitäten mit KPI´s auszustatten.

  • Kommunikation war in unseren Projekten schon immer ein zentraler Faktor: wer muss mit wem über was wann in welchem Rahmen reden… dailys / weeklys aus dem agilen Projektmanagement haben wir bisher aber noch nicht eingesetzt.

 

Abschluss und Ausblick:

  • Neben einem “Bergfest” im Grossgruppen-Format gibt es im Sinne von converce-diverce-converce auch ein “großes Abschluss-meeting" - ebenfalls im Grossgruppenformat.

  • Vorbereitet wird dies durch review-teams und / oder Befragungen

  • Ein Ausblick zur Festigung der Ergebnisse und Absicherung der Nachhaltigkeit im Sinne eines Öko-Checks hat hier ebenfalls seinen Platz.

Soweit an dieser Stelle ein erster Einblick in unseren Methoden-Koffer als Change Berater - so wie wir es bisher angegangen sind.

Gelesen 310 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 20 Januar 2021 16:47

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