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14 Aspekte zur neuen Welt der Arbeit

Inzwischen ist es um das Thema NEW WORK ruhig geworden. Aktuell sind Themen wie Resilienz, future skills und Positive Psychologie etwas prominenter. Gleichwohl: die Grundgedanken, die hier unter "Neue Arbeit" aufgeführt sind, leben weiter, entfalten ihre Wirkmacht und tauchen unter unterschiedlichen Überschriften als Subtext immer wieder auf. 

  1. Im Prinzip: weniger arbeiten - dafür aber focussiert auf den purpose und konzentriert.
  2. Kontinuierlich daran interessiert sein sich selbst besser zu verstehen und immer mehr zu erkennen, was man “wirklich wirklich will”; und dies dann auch so weit wie möglich ernst nehmen, um Schritt für Schritt immer mehr sich selber gerecht zu werden.
  3. Der eigenen Gesundheit grundsätzlich und umfassend mehr Aufmerksamkeit widmen - und Arbeit unter dem Aspekt “sich gesund arbeiten”.
  4. Lernen als lebensbegleitend begreifen. Und damit auch jede Aufgabe und jede Tätigkeit auf ihre Lernchancen hin untersuchen und nutzen. Lernbereitschaft und Lernfähigkeit = Lernkompetenz ist eine Grundkompoente unseres Lebens.
  5. Wissen und Erfahrungen teilen: mit Kollegen, im Team, über Abteilungsgrenzen hinaus und sogar über die Firmengrenzen hinaus. Collaboratives Lernen als neue Qualität.
  6. Mensch-Mensch Zusammenarbeit oder besser Collaboration auf ein höheres Niveau heben und intensivieren: mit Kollegen, im Team, zwischen Abteilungen, mit Externen usw.
  7. Mensch-Maschine Kooperation: die eigene Tätigkeit konsequent daraufhin untersuchen, wie durch eine Mensch-Maschine Kooperation der Aufgabenzuschnitt so verändert werden kann, dass die eigene spezifische fachliche, soziale und persönliche Kompetenz besser zum Tragen kommt; es gilt die Maschinen das machen zu lassen, was sie besser können als der Mensch um den Menschen damit “zur Hand” zu gehen. So ist man ständig auf der Suche danach, was die Arbeit des Menschen so besonders und einzigartig macht. Hier lebt das nun schon schon "alte" Konzept der soziotechischen Systeme frählich weiter.
  8. Die Mitarbeiter sollen bezüglich Arbeitsort und Arbeitszeit ihre geforderte Leistung so erbringen können, wie es am besten zu ihrer Lebenssituation passt. Remote arbeiten macht es möglich. Dieser Punkt ist auch gerade mit Blick auf die Arbeitgeberattraktivität icht zu unterschätzen.
  9. Entscheidungen werden dort vorbereitet - und oft auch getroffen - , wo die meiste/ größte Expertise ist: und die ist oft bei den Experten auf Mitarbeiterebene und weiteren Stakeholdern. Damit wird das Thema Beteiligungsmanagement angesteuert: es war schon immer wichtig - und jetzt in Zeiten von disruptiver Transformation erst recht.
  10. So wie Lernen ist auch Change eine Grundkomponente unseres Lebens. Durch den mit der KI verbundenen besonders tiefgreifenden Wandel gehört Changekompetenz zur Grundausstattung. Damit werden sowohl personale als auch organisationale Dimensionen angesteuert.
  11. Führung versteht sich eher als "Imker und weniger als Schäfer". Führung setzt auf Vertrauen, Zutrauen, Transparenz, Dialog und Beteiligung. Führung setzt ihre Funktions- und Positionsmacht ein, um das NEW WORK MIND SET durchzusetzen und damit verbundene Konflikte zu bearbeiten.
  12. Gleichwohl: ein besonderes Gewicht in der Führungsarbeit erhält die Strategie- und Steuerungsarbeit, die angesichts der "doppelten Transformation" und der geopolitisch-wirtschaftspolitischen Herausforderungen anspruchvoller wird. Siehe Ambiguitätstoleranz und Ambidextrie. Und auch hier: die Einbeziehung der Teamebenen über z.B. den OKR-Ansatz ist ein wichtiges Element des neuen "mind set".
  13. Die Organisationsstruktur im Sinne von Aufbau- und Ablauforganisation reflektiert das mind set und ist “Ermöglicher”.
  14. Das gilt auch für die Raum- und Bürokonzepte: sie müssen das “neue Arbeiten” nicht nur ermöglichen, sondern geradezu “provozieren”.